09.10.2011 17:22

Naturschutz mit Augenmaß!

FDP gegen Nationalpark in OWL

Hinsichtlich des von der rot-grünen Landesregierung geplanten Nationalparks in OWL, steht uns ein „heißer Herbst“ bevor. Am 14. September fand im Düsseldorfer Landtag eine Expertenanhörung statt. Im Zuge dieser Veranstaltung ist überdeutlich geworden, dass der Minister nicht bereit ist, noch über die Schaffung eines Nationalparks zu verhandeln. Dem grünen Umweltminister geht es lediglich um das Wann und Wie. Mögliche Alternativen, wie z.B. die Einrichtung eines Biosphärenreservats werden von vornherein verworfen. Die Gegner des Nationalpark-Projekts mit ihren berechtigten Einwänden und Sorgen werden in die „Naturgegner-Ecke“ gestellt.

Mit der baldigen Einrichtung eines Nationalparkbüros in Bad Lippspringe will Umweltminister Remmel weitere Fakten in der Region schaffen.

Dieses Vorgehen über die Köpfe der Menschen in OWL hinweg, wird die FDP auch weiterhin nicht hinnehmen. Die Liberalen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen über die Konsequenzen eines Nationalparks aufzuklären. Es wurde ein Informationsflyer zum Thema erarbeitet. Diese Broschüre wird ab Ende September in sechsstelliger Auflage in den Kreisen Gütersloh, Paderborn und Lippe verteilt.

Die Betroffenen in OWL sollen klare Informationen über die Risiken eines Nationalparks erhalten. Erst wenn man dann die Sichtweise der Befürworter und Gegner kennt, kann man sich fundiert ein Urteil bilden.

Einige der wesentlichen Gründe aus denen die FDP einen Nationalpark in OWL ablehnt:

  • Die geplanten Flächen erfüllen nicht die naturschutzfachlichen Kriterien zur Einrichtung eines Nationalparks. Sowohl beim Teutoburger Wald/Eggegebirge, als auch bei der Senne handelt es sich um vom Menschen geschaffene und erhaltene Kulturlandschaften und nicht um Naturlandschaften – ein wesentlicher Unterschied!
  • Der geplante Nationalpark bedroht wichtige Teile der heimischen Wirtschaft. Am Teutoburger Wald ist besonders die naturnahe Forstwirtschaft zu nennen. In der Senne wird der Bundeswehrstandort Augustdorf gefährdet. In Summe geht es um über 7.000 Arbeitsplätze in OWL. Die immer wieder angekündigten positiven Effekte im Bereich des Tourismus sind aus der Erfahrung anderer Nationalparke nicht zu erwarten und können diese Verluste keinesfalls kompensieren.
  • Die Einrichtung des Nationalparks wird einen mehrstelligen Millionenbetrag kosten. Der jährliche Unterhalt wird voraussichtlich mit bis zu 10 Millionen Euro zu Buche schlagen. Auch das sind Erfahrungswerte aus anderen Nationalparken. Steuergelder, die wir sinnvoller einsetzen können.
  • In einem Nationalpark werden viele Nutzungen für die Bürgerinnen und Bürger massiv eingeschränkt. Das beginnt mit der Absperrung bisheriger Wege und endet mit dem Verbot Beeren zu sammeln. Wir wollen nicht, dass die Menschen aus der Natur ausgeschlossen werden!

Unter dem Motto Naturschutz mit Augenmaß werden in dem Flyer die Hauptargumente der Nationalpark-Befürworter benannt und richtig gestellt. Darüberhinaus wird die Position der FDP detailiert erläutert, die als einzige politische Kraft in OWL geschlossen gegen den Nationalpark auftritt.

  • FÜR Naturschutz mit Augenmaß, der den Menschen als Teil der Natur nicht außer Acht lässt – Umweltschutz geht nur mit und nicht gegen den Menschen!
  • FÜR den Erhalt der durch menschliche Nutzung entstandenen Kulturlandschaft Senne mit einem weiteren Vorrang für die bisherige Nutzung!
  • FÜR den dauerhaften Erhalt des Bundeswehrstandortes Augustdorf – auch als wirtschaftliche Kraft der Region!
  • FÜR die weitere holz- und naturnahe forstwirtschaftliche Nutzung des Teutoburger Waldes!
  • FÜR die Einbeziehung der Bürger in so wesentliche Entscheidungsprozesse – keine Planung über die Köpfe der Bürger hinweg!
  • FÜR eine sinnvollen Umgang mit Steuergeldern!

Unterstützt wird die Aktion von zahlreichen weiteren FDP-Verbänden und prominenten FDP- Landes- und Bundespolitikern. Den Flyer als Download finden Sie hier:

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